Warum gibt es keine Teddywölfe?

Helen Pavel vom GAMA-Theater Stuttgart nimmt das Kindertheater „Wolfsgeschichten, oder Warum gibt es keine Teddywölfe?“ wieder auf.

Es gibt Teddybären, Schmusetiger, Kuschellöwen, Plüschaffen, Gummifrösche, Plastikelefanten, und noch viel mehr. Warum gibt es keine Schmuse- oder Teddywölfe?

Vor langer Zeit waren wir, Wolf und Mensch, gute Freunde. Einige meiner Kinder gingen mit den Menschen, sind dort geblieben und werden jetzt Hund genannt und heiß geliebt. Meine anderen Kinder sind fast alle verschwunden seit es zwischen Mensch und Wolf zum großen Streit kam. Es war der Streit um das Futter. Wir beide, Wolf und Mensch, fressen nämlich die gleichen Tiere: Ziegen, Hühner, Rehe und Kühe. Der Mensch wollte aber alles alleine essen und verjagte mich und meine Kinder. Und er erzählt bis heute ganz schlimme Geschichten über mich: Ich hätte ein kleines Mädchen samt Großmutter aufgefressen! Und er behauptet, ich hätte sechs von den sieben Geißlein verspeist. Und so ist es gekommen, dass alle vor mir Angst haben und mich töten wollen. Dabei war alles ganz anders.

Für Kinder ab 4 Jahren
Dauer ca. 40 Minuten

Inszenierung, Spiel: Helen Pavel, GAMA-Theater

Premiere: 21.09.2011
weitere Vorstellungen: 14.03.2012, 21.03.2012 um 10.30 Uhr und 15.30 Uhr im Dreigroschentheater, Kolbstr. 4c, Stuttgart

Kartenbestellung unter www.dreigroschentheater.de / Tel.: 07 11/ 65 09 35
Kartenpreise: Erwachsene 6,- Euro, Kinder 4,- Euro

Webzeitung Stuttgart


Endlichkeit nagt am Hoppenlaufriedhof

Timo John vom Schwäbischen Heimatbund auf dem Hoppenlaufriedhof in Stuttgart-Mitte Foto: Petsch 
Timo John vom Schwäbischen Heimatbund auf dem Hoppenlaufriedhof in Stuttgart-Mitte Foto: Petsch

Zwischen den Gräbern huschen Eichhörnchen hin und her, davor blühen Schneeglöckchen. Spaziergänger genießen die Mittagssonne. Auf dem 1626 angelegten Hoppenlaufriedhof erwacht die Natur zu neuem Leben. Doch die Grabsteine aus Sandstein sind wie der Mensch der Endlichkeit ausgeliefert: Feuchtigkeit, Wind und Kälte lassen sie zerbröseln. Die Verzierungen brechen ab. Und viele Inschriften sind kaum noch zu entziffern. „Wenn nicht schnell etwas passiert, verfällt der Friedhof“, sagt Timo John und schüttelt den Kopf. Der promovierte Kunsthistoriker ist stellvertretender Vorsitzender der Stuttgarter Ortsgruppe des Schwäbischen Heimatbunds und kann nicht verstehen, dass die Stadt kein Geld in die Hand nimmt, um den Ort und mit ihm das Andenken an die vielen Geistesgrößen wach zu halten, die auf dem Friedhof begraben liegen. John und seine Mitstreiter hoffen, dass es ihnen gelingt, mit Spendenaktionen rund eine Million Euro für die Sanierung des Friedhofs zusammenzubringen. „Pro Grabstein sind etwa 800 Euro nötig“, meint John und ist optimistisch. Denn schließlich sei auch die Lusthausruine im Schlossgarten durch bürgerliches Engagement gerettet worden.

Für die Besucher ist der Gang über den Hoppenlaufriedhof wie ein Ausflug in die Geschichte. „Die Namen auf den Grabsteinen und gusseisernen Kreuzen lesen sich wie das Who is who einer ganzen Epoche“, schwärm t John und streicht ehrfürchtig über einen von Wind und Wetter angenagten Grabstein: „Du unvergesslich Theurer /Schlaf in des Himmels Ruh’ / Dort bist geboren Du“, lautet die kaum lesbare Inschrift. Sie erinnert an den „königlichen Hofmusikus“ Christian Heinrich Hehl (1776–1837).

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40 Jahre im Dienst der Figuren

Helga Brehme gab ihre erste Vorstellung mit Jorinde und Joringel. Foto: Steffen Honzera 
Helga Brehme gab ihre erste Vorstellung mit Jorinde und Joringel. Foto: Steffen Honzera

S-Süd – Eine ihrer Figuren zu sein und selbst märchenhafte Abenteuer zu erleben, das will sich Helga Brehme so gar nicht vorstellen. „Ich bin die Dienerin der Figuren, letztlich nur ein Handlanger“, sagt die Gründerin des Theaters am Faden. Gleichzeitig jedoch sind all ihre Figuren ein Teil von Helga Brehme, sie hat sie schließlich selbst geschnitzt – angefangen 1966 mit der Puppe des Joringel.

Die Geschichte des jungen Mannes, der es mit einer magischen Blume schafft, den Bann einer Zauberin zu lösen und so seine liebste Jorinde zu befreien, war das erste Märchen, das Helga Brehme im Theater am Faden gespielt hat. Am 11. März 1972 bei der Eröffnung, damals noch in der Böblinger Straße. Auch nach 40 Jahren sind Jorinde und Joringel unverändert im Dienst und verzaubern immer neue Generationen.

Etwa 120-mal im Jahr lässt Helga Brehme ihre Figuren Geschichten erzählen. „Das langt uns ganz gut so“, sagt die ältere Dame. Mit uns meint sie sich, ihre Tochter und wechselnde Gastspieler. Eröffnet hat Helga Brehme das Theater gemeinsam mit ihrem Mann Karl Rettenbacher. Bis zu dessen Tod vor fünf Jahren haben beide den Spielbetrieb gemeinsam geleitet, in den Anfängen sogar bis zu drei Vorstellungen am Tag gegeben. „1972 hat es in Stuttgart nur wenig andere vergleichbare Theater gegeben“, erinnert sie sich. Da sei die Spielstätte in Heslach gefragt gewesen.

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Das langsame Verblassen des Tisches

Was haben die Kollegen gelacht, als vor neun Jahren die Art Karlsruhe an den Start ging. Von Provinz wurde da geredet und Mittelmaß – und das Scheitern schien programmiert. Am Mittwoch ist die Karlsruher Messe nun schon zum neunten Mal an den Start gegangen – aber die Reaktionen erinnern noch immer an die ersten Jahre: Die Art Karlsruhe steigere ihr Niveau sukzessive, meinen die einen. Die Art Karlsruhe ist so schlecht wie eh und je, es gebe nichts zu entdecken, die anderen.

Die Wahrheit liegt dazwischen. Denn klar ist: Karlsruhe ist nicht Basel – und will es auch gar nicht sein. Das diesjährige Motto „Sehen und Sammeln“ mag naiv anmuten, birgt aber subversives Potenzial und kann als Seitenhieb auf all jene Sammler verstanden werden, die vor allem mit den Ohren kaufen – eben das, was als angesagt gilt. Wer Neo Rauch und Daniel Richter, Sarah Morris, Damien Hirst und Olafur Eliasson sehen will, kann sich den Weg nach Karlsruhe sparen.

Aber offensichtlich setzen nicht alle Kunstfreunde nur auf große Namen. Bis Sonntag rechnet man bei der Art Karlsruhe mit immerhin 45 000 Besucherinnen und Besuchern. Schon bei der Preview war es rappelvoll – wobei die Stuttgarter Galerie ­Abtart eindeutig die meisten Schaulustigen anzog. Der Künstler Boris Petrovsky hat 520 japanische Goldkatzen auf einer Tribüne aufgereiht. Sie winken synchron, La-Ola-Wellen gehen durch die Reihen der Kitschkatzen, aber die Besucher können auch Botschaften einspeisen, die die Katzen mit ihren winkenden Pfötchen sichtbar machen. Ein unterhaltsames Spektakel, ein käufliches auch – 225 000 Euro kostet die „Army of luck“.

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Atomkraftwerke und ihre Störfälle

Krümmel und Brunsbüttel, Deutschland (© Foto: Imago)
Krümmel und Brunsbüttel, Deutschland, Juni 2007: Die schleswig-holsteinischen Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel werden nach Zwischenfällen per Schnellabschaltung vom Netz genommen. In den folgenden Wochen gibt es immer wieder Pannen. Bild: imago
 
 
 
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Ein Paradies für Schleckermäuler

Zwei Tage lang verwandelt sich Neustadt an der Weinstraße in ein wahres Schokoparadies und präsentiert französische, italienische und deutsche Köstlichkeiten auf höchstem Niveau.

SchokoladeZum sechsten Mal lädt „Petit Salon du Chocolat“ alle Schokoladenfans in das Saalbau Theater in Neustadt an der Weinstraße ein. Deutsche, italienische und französische Chocolatier Meisterbetriebe zeigen ihr Können und treten in zwei Wettbewerben gegeneinander an.

Ein süßes Bühnenprogramm sorgt dafür, dass sich kein Schleckermaul langweilt, Industrie- und Handelsware ist strengstens verboten. Hier ist alles handgemacht!

„Petit Salon du Chocolat“ findet am 10. und 11. März 2012 statt, samstags ist von 12-18 Uhr und sonntags von 10-18 Uhr geöffnet.

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Studentenbistro mehr als denkbar

Hohenheim – Der Streit ist vorbei. Mehr als zwei Jahre lang hat er verhindert, dass Studenten an der Fruwirthstraße eine Alternative zum Pappbecher mit Automatenkaffee finden. Jetzt hat das Land seine Unterschrift unter einen Vertrag gesetzt. Er soll einem Pächter ermöglichen, in dem ehemaligen Kiosk belegte Brötchen und Kaffee zu verkaufen. Der Pächter hat noch nicht gegengezeichnet. Das sei allerdings reine Formsache, sagt Hans-Martin Schönweiß. Er leitet das Referat Vermietung und Verpachtung beim Landesamt für Vermögen und Bau.

Schon mehrmals hatte er Prognosen gewagt, wann das Bistro auf dem Universitätsgelände eröffnen wird. Seit Ende 2009 wurde verhandelt. Im Frühjahr 2011 sollten die Studenten Brezeln und Kaffee kaufen können, versprach Schönweiß im Herbst 2010. Sinnigerweise lautete der Arbeitstitel des Amtes für das Bistroprojekt „Denkbar“. Und denkbar blieb das Studentencafé auch bis heute.

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Schlecker Insolvenz: Land aktiviert Task Force

Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg hat im Fall Schlecker Insolvenz die im Ministerium angesiedelte Task Force Unternehmensbetreuung aktiviert.

Zudem hat sich Wirtschaftsminister Schmid heute mit der Vorsitzenden der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit, Eva Strobel, zu einem Informationsaustausch getroffen.

Schlecker Insolvenz: Unternehmensbetreuung

Die Task Force Unternehmensbetreuung wird ressortübergreifend alle Entwicklungen zur Schlecker-Insolvenz, die verschiedene Arbeitsbereiche der Landesregierung betreffen, koordinieren.

Die Task Force Unternehmensbetreuung kanalisiert die Kontakte der Landesregierung mit dem beauftragten Insolvenzverwalter, der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, den Landesministerien in den von der Schlecker Insolvenz betroffenen Bundesländern sowie mit allen weiteren relevanten Akteuren.

Die „Interministerielle Task Force Unternehmensbetreuung“ wird in anlassbezogenen Fällen aktiv, die besonders gravierende Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg haben. So nun auch bei der Schlecker Insolvenz.

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„Schwäbische Spätzle“ sind jetzt geschützt

Spätzle schaben ist ein Kunst, die nicht mehr viele beherrschen. Jetzt hat die EU die schwäbischen Spätzle als regionale Spezialität europaweit geschützt. Foto: dpa 
Spätzle schaben ist ein Kunst, die nicht mehr viele beherrschen. Jetzt hat die EU die schwäbischen Spätzle als regionale Spezialität europaweit geschützt. Foto: dpa

Echte Schwäbische Spätzle schaben – das dürfen ab sofort nur noch die Schwaben selbst: Die Europäische Union hat Schwäbische Spätzle und Knöpfle unter Schutz gestellt. Sie dürfen nun das europaweit gültige Qualitätssiegel für „geschützte geografische Angaben“ (g.g.A.) tragen – wenn sie in Schwaben herstellt wurden und wenn die Zutaten mit den EU-Kriterien übereinstimmen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass Spätzle nicht zu gelb, nicht zu hart und nicht zu weich sind.

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VVS-Tarife – transparent, bezahlbar und gerecht

Region möchte bei der Tarifgestaltung stärker mitreden – Verband Region Stuttgart streckt drei Millionen Euro für den Weiterbau der S 60 vor
 
Der Verband Region Stuttgart möchte bei der Festsetzung der Ticketpreise für Busse und Bahnen im Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) mehr Mitsprache und mehr Transparenz. Diese Forderung haben die Regionalpolitiker heute in einem nicht öffentlichen Tarif-Workshop des Verkehrsausschusses gegenüber den Vertretern von VVS, Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) und Deutscher Bahn AG/S-Bahn Stuttgart formuliert. Damit will der Verband Region Stuttgart im Sinne aller öffentlichen Gesellschafter eine Diskussion auf Augenhöhe mit den Verkehrsunternehmen in Gang bringen. Einstimmig sprachen sich die Regionalpolitiker für weitere tarifliche Verbesserungen aus.

Verkehrsunternehmen geben Tariferhöhung vor

Wie hoch die jährliche Erhöhung des VVS-Tarifs ausfällt, bestimmt derzeit maßgeblich die SSB AG, die innerhalb der VVS-Verkehrsunternehmen die Stimmenmehrheit hat. Grundlage dafür ist die Kostenentwicklung bei den Verkehrsunternehmen. Nur, wenn Tariferhöhungen transparent sind sowie schlüssig und nachvollziehbar begründet werden, sind diese vermittelbar. Das haben die Verkehrsunternehmen erkannt. Sie stellten deshalb im letzten Jahr erstmals ihre Erkenntnisse zur Kosten- und Marktentwicklung dar, um die Tariferhöhung von 2,9 im Prozent für das Jahr 2012 zu begründen. Die Einnahmen aus dem Verkauf der VVS-Tickets decken die Kosten des ÖPNV derzeit zu 58 Prozent.

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