Warum der Fernsehturm nicht umfällt

Die ersten Touristen sind schon da. Weit lehnen sie sich auf dem Parkplatz nach hinten, hantieren mit der Kamera und bekommen das Stuttgarter Wahrzeichen doch nicht ganz aufs Bild. Beeindruckend wächst der Fernsehturm auf der Waldau in den Himmel. Mächtig und doch filigran. So trotzt er auch den Windstößen, die an diesem Morgen über die Degerlocher Höhen fegen. „Hoffentlich kippt der nicht um“, sagen die Besucher und lachen. Und erinnern damit unbewusst an den berühmten Erbauer Fritz Leonhardt. Dem soll morgens seine Frau immer vom Fenster aus zugerufen haben: „Er steht noch!“

Das Geheimnis, warum das bis heute so ist, verbirgt sich zu guten Teilen unter der Erde. Am Eingang wartet schon Jürgen Frank, um hinabzusteigen. Der Betriebstechniker kennt jedes Detail des Turms. Seine Augen blitzen, wenn er geradezu liebevoll von dem Bauwerk spricht – fast wie von einem Kind. „Es ist faszinierend, was Leonhardt sich damals überlegt hat“, schwärmt Frank – und ergänzt trocken: „Die größte Leistung liegt aber darin, dass er dafür in Stuttgart eine Baugenehmigung bekommen hat.“ Auch schon in den fünfziger Jahren waren große Bauprojekte umstritten.

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© Stuttgarter Nachrichten
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