Neue Runde im Kräftemessen zwischen “Bild“ und Wulff

In seiner umstrittenen Mailbox-Nachricht an den Chefredakteur der “Bild“-Zeitung, Kai Diekmann, soll Bundespräsident Christian Wulff tatsächlich um einen Aufschub der Berichterstattung über die Kreditfinanzierung seines Hauses gebeten haben. Wulff habe, wie von ihm behauptet, von einer “Verschiebung“ gesprochen, berichtete Korrespondent Werner Sonne im ARD-Morgenmagazin unter Berufung auf mit der Abschrift der Nachricht vertraute Kreise.

Ein “Flehen und Drohen“

Der Journalist der “Süddeutschen Zeitung“, Hans Leyendecker, kennt den Inhalt der Mailbox-Nachricht und bestätigte im ARD-Morgenmagazin, dass Wulff von einer Verschiebung gesprochen habe. Zugleich sei sein Anruf aber auch ein “Flehen und Drohen“ gewesen, bei dem die Worte “Krieg führen“ und “Strafantrag“ gefallen seien. Leyendecker sprach davon, dass Wulff weder gelogen noch die Wahrheit gesagt habe.

Briefwechsel zwischen Diekmann und Wulff

Die “Bild“-Zeitung hatte zuvor angegeben, Wulff habe die Berichterstattung mit seinem Anruf gänzlich unterbinden wollen. Die Zeitung hatte Wulff daraufhin am Donnerstag öffentlich vorgeschlagen, die auf Diekmanns Handy-Mailbox aufgezeichnete Nachricht zu veröffentlichen.

Wulff antwortete ebenfalls öffentlich, die Nachricht sei “in einer außergewöhnlich emotionalen Situation“ aufgesprochen und “für sonst niemanden“ als für Diekmann bestimmt gewesen. Die “Bild“-Chefredaktion bedauerte Wulffs Reaktion.

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© SWR

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