„Viel haben die beiden Könige für Stuttgarts Verschönerung gethan“

Wie vor 175 Jahren ein Lexikon und ein Bildband die Stadt präsentierten

Auf rund 33 000 belief sich die Einwohnerzahl Stuttgarts, als im Jahr 1836 in Leipzig ein Werk mit dem heute ziemlich angestaubt wirkenden Titel „Neues elegantes Konversationslexikon für Gebildete aus allen Ständen“ erschien, in dem auch die „Haupt- und Residenzstadt des Königreichs Württemberg“ geschildert wird. Die Bauart der Stadt sei zwar, so heißt es da, „nicht immer regelmäßig, doch sehr viel haben die beiden Könige, der jetzige und der vorige, für die Verschönerung derselben gethan“.

Wir wissen nicht, was die Autoren damals unter einer regelmäßigen beziehungsweise unregelmäßigen Bebauung konkret verstanden haben, doch es war dies ein offenbar immens wichtiges Kriterium, das immer wieder auch bei anderen Städten angeführt wird.

Hart traf es zum Beispiel Regensburg: „Die Stadt ist unregelmäßig gebaut und unfreundlich.“ Auch das Urteil über Augsburg war für die Stadt nicht eben erfreulich: „Eng und in der Bauform unregelmäßig.“

Stuttgart hingegen konnte mit der Bewertung durch das damals weit verbreitete Lexikon gut leben. Die Stadt liege „in einem schönen von Weinbergen umgebenen Thale eine Stunde vom Neckar entfernt“, erfuhr der Leser. „Durch viele neue Straßen und neue Vorstädte ist sie in den letzten 30 Jahren zu einer ansehnlichen Ausdehnung angewachsen.“ Und der Handel habe sich „in neuerer Zeit gehoben, insbesondere der Wollhandel“.

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© 2012 STUTTGARTER WOCHENBLATT

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