Antibiotikaresistente Keime in jedem zweiten Hähnchen

Bildquelle: dpa bildfunk
 
Bei dieser Nachricht kann einem der Appetit vergehen: Laut einer Stichprobe vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ist jedes zweite Hähnchen aus deutschen Supermärkten und Discountern mit antibiotikaresistenten Keimen belastet. Bei zehn von 20 untersuchten Fleischproben seien Keime gefunden worden, unter anderem bei drei Proben des Hähnchenlieferanten ‚Wiesenhof‘ nachgewiesen.

In einem Labor analysiert wurden Frischfleischproben aus Geschäften in Berlin, Hamburg, Köln, Nürnberg und der Region Stuttgart. In zehn Proben wurde ein Enzym gefunden, das Antibiotika wie Penizillin unwirksam machen kann. Zweimal wurden Bakterien entdeckt, die gegen wichtige Antibiotika unempfindlich sind. In einem Produkt wurden beide Stoffe zugleich nachgewiesen.

“Die Hähnchenmast produziert Risiken, die bei den Verbrauchern landen“, kritisierte BUND-Agrarexpertin Reinhild Benning. Der massenhafte Einsatz von Antibiotika bei Tieren kann dazu führen, dass die Medikamente bei Menschen nicht mehr wirken. Die Organisation forderte eine Halbierung des Antibiotika-Einsatzes in der Tierhaltung bis 2015. Der Handel solle belastete Produkte aus den Sortimenten nehmen und seine Zulieferer darauf hinweisen. Insgesamt sei eine Abkehr von der industriellen Tierhaltung notwendig, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.

 
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