Die Innenstadt erweitert sich nach Süden

Als in den ersten Planungsjahren des Bahnprojektes Stuttgart 21 über die frei werdenden Flächen hinter dem Hauptbahnhof diskutiert wurde, da gerieten nicht wenige ob der neuen Baumöglichkeiten ins Schwärmen. Geradezu euphorisch wurde eine Erweiterung der Innenstadt nach Norden bis zur Wolframstraße skizziert. Heute, einige Jahre später, wirken allein schon die überdimensionierten Bauten der Landesbank eher wie eine Barriere für die Innenstadt. Das Europavierteldahinter entwickelt zunehmend eine Eigenständigkeit abseits der traditionellen Einkaufsachse, was sich durch das Einkaufszentrum Milaneo noch verstärken dürfte. Die eigentliche Innenstadt aber erweitert sich, mehr zugfällig als von langer Hand geplant, genau in die andere Richtung.

Mit dem Einkaufszentrum Gerber wird das Quartier zwischen Königstraße und Paulinenbrücke neu ausgerichtet. Und der gerade beschlossene Umbau der Marienstraße wie auch der Neubau des Geschäftshauses an der Eberhardstraße 65 (ehemals Teppich-Galerie) tun ein Übriges dazu, dass sich die Haupteinkaufszone in den nächsten Jahren nach Süden ausdehnt. Das Gerberviertel, das im Schatten des Tagblattturms seit Jahren um Aufmerksamkeit kämpft, wird nach Überzeugung der Stadtplaner insgesamt von neuen Passantenströmen profitieren. Und es wird im Bereich der Paulinenbrücke nicht mehr wiederzuerkennen sein – ob das einem gefällt oder auch nicht.

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© Stuttgarter Zeitung
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