Stuttgarts Mozart

Stuttgarts Mozart

Der Stuttgarter Komponist Johann Rudolf Zumsteeg (1760–1802).
 
Es ist Mittwoch, der 17. Juni im Jahre 1801. Die versammelte Trauergemeinde in der Schlosskapelle Ludwigsburg verabschiedet sich unter großem Militäraufgebot von Johann Karl Reichsgraf von Zeppelin (1767–1801), Freund und Berater des Herzogs. Zu hören ist eine langsame, in kleinen Tonschritten erhebende Melodie, allein getragen von Streichern.
„Kantate für die Beerdigung von Graf Zeppelin“
Zu ihnen erklingt nach wenigen Takten eine Gesangsstimme und führt die in kleinen Tonschritten langsam voranschreitende Melodie weiter: „Dir aber, den das Klaglied meint, Dir, ach zu früh entschlafener Freund! Folgt tränend unser letzter Segen…“ Was da so ruhig und getragen ertönt, ist der Mittelteil der eigens für den Grafen komponierten Trauerkantate „Kantate für die Beerdigung von Graf Zeppelin“. Auftraggeber dieser Trauermusik ist Herzog Friedrich II. Er veranlasste den Hofkapellmeister Johann Rudolf Zumsteeg mit dieser Komposition. Wenn auch mit verändertem Text, wird diese Kantate ein halbes Jahr später erneut erklingen – zur Beerdigung des Meisters selbst, aus dessen Feder sie entsprang. An Zumsteegs Grab soll ihn sein Freund, der Dichter Johann Christoph Friedrich Haug, „Mozart Württembergs“ genannt haben.
 
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