Chanel und Dior schweben davon

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Die Couture hebt ab. Mit einer beeindruckenden Kollektion für Chanel in spektakulärem Ambiente katapultierte Karl Lagerfeld die „Hohe Schneiderkunst“ am Dienstag in Paris in die Lüfte. Im Grand Palais war das Innere eines Flugzeugs errichtet worden. Durch eine Art Gangway gelangten die Besucher zu ihren „Airline-Sitzen“; wenig später wurden die auf Flügen üblichen Getränkewagen an ihnen vorbei gerollt. In die Blautöne von Stewardessenuniformen gewandet, schritten die Models dann durch den Mittelgang.

Lagerfeld zeigte über 60 Entwürfe und griff dabei Schnittformen der 50er- und 60er-Jahre auf mit feinen Etuikleidern mit lockerem U-Boot-Kragen und schön gesetzten vertikalen Passen sowie oval geformten Bolero-Jacken, die er zu langen Mousseline-Röcken kombinierte. Ging es bei diesen tagestauglichen Entwürfen noch relativ schlicht zu, so prunkten die auf Figur geschnittenen Cocktail- und Abendkleider mit kostbaren Stickereien, Pailletten-Mosaiken und glitzernden Kristallen. Das Ganze wirkte dennoch modern und jung, da Lagerfeld bei seiner gedeckten Blaupalette blieb und mit futuristisch wirkenden Stoffbeschichtungen und beinahe aerodynamischen Schnitten arbeitete. Was kann Couture, was andere nicht können? Lagerfeld scheint dies mustergültig beantwortet zu haben.

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