Training mit Siegfried Lenz

Sport spielt im Alltag eine enorme Rolle. Ob passiv genossen oder aktiv betrieben: Sport prägt nicht nur unsere Freizeit, sondern im Grunde auch unser Denken. Schneller als die Konkurrenz zu sein, kräftiger und leistungsfähiger und am Ziel der Erste und Beste: diese Kategorien beherrschen mittlerweile wie selbstverständlich auch unser Privat- und Berufsleben und geben einer Wettbewerbsgesellschaft, der sich keiner entziehen kann, den Takt vor. Sport ist unsere Leitkultur – und deshalb verwundert es, dass eben diese Sphäre von Sieg und Niederlage so selten Eingang findet in die Literatur. Jogging-Ratgeber gibt es zuhauf, aber einen Roman über Jogger und Läufer?

Immerhin: einen Roman über zumindest einen Läufer hat vor mehr als fünfzig Jahren Siegfried Lenz geschrieben. Kaum jemand kennt das Buch noch, dieses 1959 erschienene „Brot und Spiele“, das vom Aufstieg und Fall des Bert Buchner handelt. Zu den Leuten aber, die den Roman nicht vergessen haben, gehört der 1965 geborene, in Tübingen lebende Dieter Baumann. „In meiner Generation“, sagt der Olympiasieger über 5000 Meter, „in meiner Generation und Leistungsklasse hat jeder dieses Buch gelesen. Es war unsere Bibel“ – und wie das so mit Bibeln ist, zeitigt nun auch die Lektüre von „Brot und Spiele“ weit reichende Folgen. Am Mittwoch bringt der Hochleistungssportler den Roman erstmals auf die Bühne: als Soloperformer tritt Baumann im Stuttgarter Theaterhaus auf.

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© Stuttgarter Zeitung
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