Vertrauensverlust und Kapitalismuskritik

Mancher Manager wurde auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von der Kritik am Kapitalismus kalt erwischt. Angela Merkel blieb tapfer, wurde aber von David Cameron attackiert. Und wie gewinnt man jetzt Vertrauen zurück?

 protester stands behind a poster during a demonstration against the ongoing WEF in the Swiss mountain resort of Davos © REUTERSPlakative Kritik vor den Türen des Forums
 

Der Manager sagt es ganz im Vertrauen: Klaus Schwab, der Mitbegründer und Präsident des Weltwirtschaftsforums in Davos, werde vielleicht so langsam alt. „Kapitalismuskritik? Was meint er denn damit überhaupt?“, fragt ein anderer: „Von welchem Kapitalismus reden wir da eigentlich – meint Schwab damit die Soziale Marktwirtschaft? Doch ganz bestimmt nicht.“ Das Thema besitzt Konjunktur in Davos.

„Mit welcher anderen Wirtschaftsordnung soll es eigentlich gelingen, den Millionen Menschen in Schwellenländern, die noch unterhalb der Armutsgrenze leben, eine Perspektive zu geben?“, mischt sich ein Dritter ein. „Ja, aber warum hat das denn Klaus Schwab niemand sofort auf offener Bühne geantwortet?“, fragt man zurück. „Ach ja, es ist ja immer so eine Sache mit den öffentlichen Bekenntnissen“, kommt die Antwort zurück – so ganz im Vertrauen natürlich.

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© Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH 2012

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