Erinnerung an Anna Haag

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Bad Cannstatt – Arnulf Klett und seinen Kollegen dürfte es in diesem Moment die Sprache verschlagen haben. Doch sie haben Wort gehalten. Als ein Dutzend Frauen der „Arbeitsgemeinschaft Stuttgarter Frauen“ mit einem Scheck über 170 000 Mark vor ihnen stand, verdoppelten sie die gesammelte Summe wie versprochen und stellten zudem einen Bauplatz zur Verfügung. An der Gnesener Straße in Bad Cannstatt entstand für das Geld ein Wohnheim für 100 Frauen und Mädchen samt Freizeiträumen und Bibliothek. Benannt wurde das Haus nach dem Motor und der Gründerin der Arbeitsgemeinschaft, Anna Haag.

Geboren 1888 in Althütte im Welzheimer Wald war ihr Leben geprägt von der Not zweier Weltkriege. Als ihr Ehemann, der Mathe- und Physiklehrer Albert Haag, 1914 zum Wehrdienst eingezogen wurde, war Anna Haag auf sich alleine gestellt. In Bukarest musste sie den Lebensunterhalt für sich und zwei kleine Kinder verdienen. Sie leitete ein Flüchtlingsheim und baute ein Heim für deutsche Helferinnen auf. 1919 kehrte die Familie nach Deutschland zurück und lebte in Nürtingen, wo ihr drittes Kind zur Welt kam.

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© Stuttgarter Nachrichten
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