Wider das „Klapper- und Kreischmaterial“

Bummeltempo gehört zu den Vorschlägen gegen den Krach. Foto: Achim Zweygarth 
Bummeltempo gehört zu den Vorschlägen gegen den Krach. Foto: Achim Zweygarth

Der Name Helmut Irion von Dincklage erregt schwerlich Gedanken an Bürgerprotest. Und Dincklages Eigenheim gleich bei der Doggenburg, ein Haus in zweiter Reihe, zu dem eine steile Treppe durch die Gärten der Nachbarn führt, mutet keineswegs an wie ein Zentrum des Widerstands. Eben ein solches würde Dincklage gern gründen. Es muss nicht an seinem Arbeitstisch sein, auf dem sich Briefe stapeln und Unterschriftenlisten zu der Sache, die er zu seiner gemacht hat. Aber er sucht Mitstreiter, die sich mit ihm an einen Tisch setzen, um „gegen das Klapper- und Kreischmaterial“ zu wettern, das ihn in der Tag- und Nachtruhe stört.

Das Material rumpelt wenige Schritte hinter seinem Haus über den Bahndamm. Die Bahn leitet das gesamte Jahr über Güterzüge auf der Gäubahntrasse quer durch Stuttgart. Von Rohr bis Zuffenhausen beschweren sich Menschen in so gut wie allen Stadtbezirken über unerträglichen Lärm rund um die Uhr, weil ein Vergleich des Geräuschpegels von Güterzügen mit dem von Personenzügen etwa so ausfällt wie der von Fahrrad- mit Schwerlastverkehr.

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© Stuttgarter Zeitung

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