Die Erde als Zukunftsprojekt

Freiburg setzt auf Windkraft Foto: dpa 
Freiburg setzt auf Windkraft Foto: dpa

Vor 40 Jahren warnte die Stuttgarter Zeitung ihre Leser, dass keine „uferlos wuchernde Industrie“ und auch kein „Konsumrausch“, sondern nur „die Beschränkung auf das Notwendige“ die Welt retten werde. Man müsse zu einem „ausgeglichenen Wirtschafts- und Gesellschaftssystem“ kommen. Die Forderung stützte sich auf den Bericht „Die Grenzen des Wachstums“, den eine Gruppe junger US-Wissenschaftler um das Ehepaar Donella und Dennis Meadows veröffentlicht hatte. Darin berichtete das Team von zwölf Szenarien, die sie mit Supercomputern berechnet hatten und die alle zeigten, dass die Welt im 21. Jahrhundert nach Jahrzehnten des rasanten Wachstums jäh abstürzen wird.

Heute passt die Computersimulation von damals auf eine CD und die Leistung eines herkömmlichen Computers reicht völlig aus, um zu berechnen, wie sich Bevölkerung, Kalorienproduktion pro Kopf oder Umweltverschmutzung entwickeln werden. Doch auch wenn es heute ausgefeiltere Simulationen gibt, die nur auf modernen Supercomputern laufen, sind die Prognosen von damals erstaunlich akkurat. Graham Turner von der australischen Forschungsbehörde CSIRO hat die Daten 2008 untersucht: Von den zwölf Szenarien passt demnach das sogenannte Business-as-usual-Szenario am besten zur tatsächlich beobachteten Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte. In diesem Szenario werden Entwicklungen der Jahre 1900 bis 1970 einfach fortgeschrieben.

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© Stuttgarter Zeitung
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