Die alten Häuser bleiben leer

Häuser aus  den 50er Jahren finden keine Mieter mehr. Foto: Bäßler 
Häuser aus den 50er Jahren finden keine Mieter mehr. Foto: Bäßler

Oberkochen – Wenn Wohlstand wirklich Wachstum braucht, ist es um Oberkochen schlecht bestellt. Seit Jahren schrumpft die Stadt, von früher fast 10 000 Einwohnern im Jahr 1968 bis auf aktuell 7740 Köpfe. Bis 2030, das sagt die Prognose, beginnt die Einwohnerzahl wohl mit einer Sechs. Trübsal im Kochertal, das könnte ein passender Reim zur Lage sein.

Das Tal selber ist aber ganz bezaubernd, sogar von der Bundesstraße aus betrachtet. Dampf steigt vom Fluss Kocher auf, gerät in morgendliche Sonnenstrahlen und verglitzert über frostweißen Uferwiesen. Bald wird der Blick eingeengt, die Fahrt geht vorbei an „Klein-Dubai“, wie die Oberkochener sagen, einem von riesigen Kränen überragten Baufeld, auf dem der größte Arbeitgeber der Stadt für 400 Millionen Euro gerade neue Medizintechnik- und Halbleiterfertigungsgebäude baut. Gleich darauf taucht der dunkel verglaste Büroturm der Carl Zeiss AG auf, gleichsam Wahrzeichen dieser Stadt, die längst nur noch Gemeindegröße hat.

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© Stuttgarter Zeitung

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