Eine ungewöhnliche Kulturgeschichte der Deutschen

Die Autorin Thea Dorn (41) und ihr Kollege Richard Wagner (59) haben mit dem Buch „Die deutsche Seele“ eine ungewöhnliche Kulturgeschichte veröffentlicht.

In 64 alphabetisch angeordneten Kapitel von „Abendbrot“ über „Gemütlichkeit“ und „Vater Rhein“ bis „Zerrissenheit“, spüren sie dem typisch Deutschen nach. Wobei Thea Dorn auch mal ein Gedicht (beim Stichwort „Bierdurst“) oder einen fiktiven Briefwechsel (zur „Dauerwelle“) als Form verwendet. Über das Buch sprach Jeannette Villachica mit der Autorin.
BZ: Frau Dorn, Sie kommentieren seit Jahren in den Medien die deutschen Verhältnisse. Jetzt haben Sie zusammen mit dem Schriftsteller Richard Wagner ein Buch über „Die deutsche Seele“ geschrieben. Woher kommt Ihr großes Interesse am Deutschen?
Thea Dorn: Vor ein paar Jahren hatte ich eine Gastprofessur in den USA. Da habe ich mich zum ersten Mal als deutsch wahrgenommen. Bis dahin dachte ich immer, ich kann auch prima in New York, in der Bretagne oder in Amsterdam leben, ich brauche Deutschland nicht. In den USA schlich sich dann aber tatsächlich so etwas wie Heimweh ein und das nicht nur nach Berlin, meiner Wohnung und meinen Freunden, sondern vor allem nach der deutschen Sprache. Dann merkte ich kurz vor Ostern, dass ich zum ersten Mal noch keine Matthäus-Passion gehört hatte und habe mir sofort eine Aufnahme im Internet bestellt. Im Mai stellte ich bekümmert fest: Ich hatte noch gar kein Spargelessen, was sonst immer ein großes Ritual bei mir ist.

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badische-zeitung.de


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