Grazil, zerbrechlich und streng

Erich Glauers Flötenspieler musiziert im Spitalhof. Foto: Martin Bernklau 
Erich Glauers Flötenspieler musiziert im Spitalhof. Foto: Martin Bernklau

Der Spitalhof des Esslinger Katharinenspitals war im Krieg schwer beschädigt worden. 1959 riss man die Reste des ältesten Möhringer Gebäudes ab und baute es drei Jahre später in Anlehnung an die Pläne von 1462 wieder auf. Mit der Eröffnung des Heimatmuseums kam als erste Skulptur auch der „Flötenspieler” in den Hof, eine Bronze des Stuttgarter Bildhauers Erich Glauer, der zu den Mitbegründern der Künstlergruppe der Sindelfinger Sezession zählte.

Darin hatten sich Maler und Bildhauer zusammengeschlossen, die sich vom Stuttgarter Künstlerbund lösen wollten. Herbert Gebauer, Ilse Beate Jäckel und eben Erich Glauer gehörten zu diesem 1970 aufgelösten Bund, der weit über Sindelfingen hinaus Einfluss hatte und sich vor allem auch der abstrakten Moderne verschrieben hatte.

„Der Flötenspieler“ aber ist keineswegs abstrakt. Erich Glauer schuf zwar in Stein, Holz , Bronze oder auch Keramik bevorzugt gegenstandslose, durchbrochene Formen, die er etwa als „tektonische Rhythmen“ bezeichnete. Der Figürlichkeit schwor er deshalb aber keineswegs ab. Vor allem Tierfiguren – wie am Vaihinger Tierschutz-Brunnen – und musikalische Themen setzte er gern ins Bild.

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© Stuttgarter Zeitung
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