Das Leben ist ein Blick durch die Kamera

Der Turm ist leicht aus der Achse gekippt, und mehr noch wird er in dieser Position zur Lichtskulptur. Zugleich aber vereinen sich Technikbegeisterung und Naturhommage auf selbstverständliche Weise. Es ist bei aller Kühnheit ein zurückhaltender (Foto­grafen-)Blick.1937 bei der Weltausstellung in Paris sieht Hannes Kilian den Pavillon de la Marine Marchande. In seinem Foto werden Ingenieurkunst, Lichtspiel und Natur­allegorie eins. 28 Jahre alt ist Kilian, als er die Weltausstellung besucht, Paris durchstreift, das Allgemeine gerade dadurch zum ­Besonderen erhebt, indem er nichts überhöht.

Hannes Kilian? Der Fototheoretiker Klaus Honnef gab vor vier Jahren freimütig zu, dass dieser Name in der ersten Reihe der deutschen Fotografen des 20. Jahrhunderts fehlt. Bisher, mochte man damals sagen. Nicht nur Honnef, der ehrlich bekannte, „kein Freund des Balletts“ zu sein, sah sich durch die Beschäftigung mit Kilian „im besten Sinn korrigiert“.

 Zu sehen ist „Der ganze Kilian“ im Kunstgebäude von diesem ­Sonntag um 14 Uhr an (bis zum 29. April, Di bis So 11 bis 18, Mi 11 bis 21 Uhr).

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© Stuttgarter Nachrichten
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