Lob des kritischen Verstandes

Manche Themen, wie der Fall Wulff, beherrschen die Medien, aber vor allem auch den Gegenstand ihrer Berichterstattung. Foto: dpa 
Manche Themen, wie der Fall Wulff, beherrschen die Medien, aber vor allem auch den Gegenstand ihrer Berichterstattung. Foto: dpa

Dieser Tage erschien die neueste Ausgabe der Branchenzeitschrift „Journalist“, ein Fachmagazin mit hoher Auflage, in dem Journalisten über ihre eigene Branche nachdenken. Es ist ein Heft, das sich der Affäre um Christian Wulff widmet und dessen Titelgeschichte von einer Unkenntnis des eigenen Berufs und der Enthüllungspublizistik zeugt, die ihresgleichen sucht. Hier schreibt der Autor Jan Freitag im Stil eines genervten Lesers: „Es ist einfach zu viel. Zu viel Information, Input und öffentlicher Diskurs“ – und meint vermutlich: Journalisten sollten die Berichterstattung über den Fall schlicht einstellen. Der kuriose Rundumschlag des Autors – Symptom allgemeiner Medienverdrossenheit und einer Mode gewordenen Medienkritik – gipfelt in dem Satz: „Abgesehen vom Eisbären Knut stand die Wucht der Berichterstattung über ein Ereignis wohl nie zuvor in so eklatantem Missverhältnis zu seiner Relevanz.“

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© Stuttgarter Zeitung
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