Kältebus fährt durch Stuttgart

Aufgrund der extremen Temperaturen hat Sozialbürgermeisterin Isabel Fezer entschieden, über das Wochenende einen Kältebus einzusetzen. Das zusätzliche Angebot sollte sicherstellen und auch dokumentieren, dass das Hilfesystem greift und dass es keine Lücken in der Versorgung von obdachlosen Menschen gibt.

 

Zwei Sozialarbeiter suchten mit dem Kältebus nachts die bekannten Aufenthaltsorte wohnungsloser Menschen auf und wiesen dort auf das umfangreiche und vielfältige Stuttgarter Hilfeangebot für Obdachlose hin – insbesondere auf die Notübernachtungsmöglichkeiten. Die Sozialarbeiter boten Hilfe und Unterstützung an und gaben bei Bedarf Mützen, Handschuhe, Decken, Schlafsäcke und warme Getränke aus.

Der Bus war jeweils die ganze Nacht im Einsatz, erstmalig in der Nacht von Freitag auf Samstag, und erreichte insbesondere im Bereich Klettpassage und Rotebühlpassage zwischen 50 und 60 Personen. In der darauf folgenden Nacht war die Zahl der angetroffenen wohnungslosen Menschen nur halb so groß. In der Nacht von Sonntag auf Montag waren lediglich noch sechs Biwakierer anzutreffen. Allen Obdachlosen war das Angebot der Stuttgarter Wohnungsnotfallhilfe bestens bekannt. Sie wollten allerdings lieber im Freien schlafen, als eine Notübernachtung aufzusuchen. Lediglich drei Menschen ließen sich zu einer Übernachtung in einer Notunterkunft überreden und vom Bus dorthin bringen.

 
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