Romantik am Stahlseil

Romantik am Stahlseil

Die Einrichtung aus Teakholz stammt noch aus dem Jahr 1929.
Eiskalt liegt die Morgenluft über der Stadt, die ersten Sonnenstrahlen dringen gerade durch die Bäume, der Waldboden ist schneebedeckt. Nur ein leises Surren ist zu hören, als die Seilbahn sich um kurz nach neun Uhr in Bewegung setzt. Erst steil die Anhöhe hinauf, dann geschwungen durch den Wald. Sie begegnet ihrer Schwester, der Seilbahn 2, und lautlos schieben sie sich aneinander vorbei. Bei gut zehn Kilometer pro Stunde erreicht sie nach drei Minuten ihr Ziel, die Station am Waldfriedhof. Zwanzig Minuten später geht es wieder zurück. Eine kurze Fahrt, nur 536 Meter. Aber eine, die jeder einmal gemacht haben sollte, unabhängig davon, ob er nun zum Waldfriedhof möchte, oder nicht.

Eine Seilbahn muss her
Vor 83 Jahren, also 1929, erklomm die hölzerne Bahn zum ersten Mal den Hang vom Südheimer Platz hoch zum Waldfriedhof. „Man suchte nach einem Transportmittel, das Heslach und das Gebiet oben auf der Höhe verbindet“, erzählt Hans-Joachim Knupfer von der Stuttgarter Straßenbahn AG (SSB). Der Grund: Degerloch war 1908 nach Stuttgart eingemeindet worden. Das ermöglichte der Stadt den Bau eines neuen Friedhofs. Nur: Wie hinkommen? 1928 richtete die Stadt die Buslinie „W“ ein, zeitgleich wurde der Bau der Standseilbahn beschlossen.
 
mehr lesen

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: