Schäuble: Ohne Reform wird kein Cent ausbezahlt

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble glaubt ungeachtet der europaweiten Finanzkrise und der Turbulenzen um das hoch verschuldete Griechenland an die Zukunft des Euro. „Die Währung ist sicher, auch bei den Sparbüchern kann man beruhigt sein. Aber die gesamte Euro-Zone muss das Vertrauen der Finanzmärkte zurückgewinnen, zugleich müssen die Ursachen für die Finanzkrise bekämpft werden“, sagte der CDU-Politiker am Freitagabend beim Treffpunkt Foyer unserer Zeitung vor 500 geladenen Gästen in der L-Bank in Stuttgart.

Dabei erneuerte Schäuble den Druck auf Griechenland, mehr zu sparen. Der Staatsanteil an der griechischen Wirtschaft sei bisher „viel zu hoch“ gewesen, deshalb sei das Land nicht wettbewerbsfähig. „Das ist die Ursache für alle Probleme.“ Während Irland und Portugal bei der Sanierung ihrer Haushalte „auf gutem Weg“ seien, habe Griechenland seine Verpflichtungen nach dem ersten EU-Hilfsprogramm „wieder und wieder nicht erfüllt“. Deshalb müsse jetzt vor dem nächsten Hilfspaket gewährleistet sein, dass alle Sparvorgaben umgesetzt werden. „Da gibt es schon noch einige Punkte abzuarbeiten. Wenn das nicht erfüllt ist, dann wird kein Cent aus dem Programm ausbezahlt“, machte der Bundesfinanzminister deutlich und ließ keinen Zweifel: „Wir helfen gerne. Aber wenn man hilft, muss das Fass auch einen Boden haben.“

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© Stuttgarter Nachrichten

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