Sterben in Stuttgart bald die Christen aus?

 Neu-Stuttgarter haben oft keinerlei Kirchenbindung mehr

Stuttgart verliert den Status als evangelisch geprägte Stadt immer mehr, die Zahl der Einwohner mit einer anderen oder keiner Religionszugehörigkeit nimmt deutlich zu. Der Mitgliederschwund hat auch für die katholischen Kirchengemeinden Konsequenzen.

 
Der Rückgang bei der evangelischen Bevölkerung ist in den vergangenen Jahrzehnten stärker ausgeprägt als bei der römisch-katholischen Bevölkerung, so dass sich die beiden christlichen Volkskirchen in ihrer jeweiligen Mitgliederstärke immer mehr annähern. Die höchste Mitgliederzahl wies die Evangelische Kirche in Stuttgart Ende der 50er Jahre mit circa 390 000 Mitgliedern auf. Innerhalb von 53 Jahren hat sich diese Mitgliederzahl mehr als halbiert. Die Katholische Kirche wies mit 211 000 Mitgliedern im Jahr 1971 die höchste Mitgliederzahl auf. Beide Kirchen haben seit den 50er Jahren durchschnittlich 1 bis 1,5 Prozent Mitglieder verloren. Die Ursachen dieses dramatischen Rückgangs liegen nicht nur in den Austritten bisheriger Mitglieder, sondern auch in dem Rückgang an Taufen und Kircheneintritten, der starken Alterung und vielen Sterbefälle und der Abwanderung bei gleicher Zuwanderung von Einwohnern ohne Bindung an die Kirchen. Der größte Faktor beim Mitgliederschwund der Kirchen ist der Tod von Mitgliedern, hat das Statistische Amt der Stadt Stuttgart jetzt in einer großangelegten Untersuchung herausgefunden.
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