Kein Wein zu Essig

So sieht gesundes Weinlaub aus. Foto: dpa So sieht gesundes Weinlaub aus. Foto: dpa

Der Falsche Mehltau ist eine Pilzkrankheit, die im Weinbau großen Schaden anrichten kann, wenn sie sich bei warmer und feuchter Witterung an den Blattunterseiten der Weinreben ausbreitet. Die bereits im 19. Jahrhundert in Deutschland eingeschleppte Krankheit soll jetzt mit einer neuen Methode bekämpft werden, die bereits im Versuchsstadium vielversprechende Ergebnisse gezeigt hat. Das staatliche Weinbauinstitut (WBI) in Freiburg spielt in dem Projekt der Europäischen Union dabei eine federführende Rolle. Das Institut wurde 1921 gegründet, nachdem die Pilzerkrankungen zu verheerenden Missernten in ganz Europa geführt hatten. Die Seuche wird auch „Blattfallkrankheit“ genannt, weil die kranken Blätter abfallen, die Trauben verschrumpeln und ihr Saft schlimmstenfalls zu Essig wird. Gemeinsam mit dem Institut für Verfahrenstechnik an der Universität Erlangen haben die Experten des WBI jetzt natürliche Wirkstoffe in Fettsäuren verpackt und so Mikrokapseln geschaffen, die an den Weinblättern haften bleiben. Nach und nach werden die Wirkstoffe dosiert abgegeben und verhindern, dass die Pilzsporen in das Blatt eindringen.

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© Stuttgarter Zeitung

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