Warum die Pleite besser ist

Griechenland ist längst bankrott. Finanziell, politisch und gesellschaftlich. Eine Staatspleite in dieser ausweglosen Lage ist nicht verwerflich. Der Offenbarungseid gehört zum Leben in einer Marktwirtschaft.

Optimismus ist eine wunderbare Charaktereigenschaft, denn sie schält die Chancen im Leben heraus, selbst beim Thema Griechenland. Natürlich könnte es Athen noch schaffen. Natürlich ist es möglich, dass Griechenland nun mit dem anstehenden zweiten EU-Rettungspaket den notwendigen Spielraum erhält, um die Wirtschaft aufzubauen.

Leider ist diese optimistische Sichtweise nicht gerechtfertigt. Die Rettung kann nur gelingen, wenn die griechische Wirtschaft wächst, und zwar sehr stark wächst. Doch das tut sie nicht, seit Jahren schon nicht, und es wirkt derzeit auch nicht so, als ob sich das griechische Wirtschaftsleben in der nahen Zukunft berappeln würde.

Die Malaise hat viele Ursachen: Weil die Schulden zu hoch sind, weil auf Druck der EU zu viel gespart wird, weil das Land keine funktionierende Bürokratie hat, und weil zu viele Griechen aus all diesen Gründen frustriert und deshalb handlungsunfähig sind.

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© Süddeutsche Zeitung

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