“Gauck wird keine eierlegende Wollmilchsau“

Gauck als Bundespräsident
Parteienforscher zum Profil von Joachim Gauck
 

Er wird fast schon zu einer Art Erlöserfigur stilisiert – der Konsenskandidat Joachim Gauck. Dem Amt des Bundespräsidenten soll er wieder Würde verleihen. Kann er den hohen Erwartungen gerecht werden? Ja und nein, sagt Parteienforscher Gero Neugebauer im Interview mit tagesschau.de.

tagesschau.de: Joachim Gauck wurde bereits vor der Bundespräsidentenwahl 2010 von SPD und Grünen fast in den Himmel gelobt. Jetzt zieht die schwarz-gelbe Koalition notgedrungen nach. Kann er den großen Erwartungen gerecht werden?

Gero Neugebauer: Nein, den Erwartungen des Himmels sicher nicht. Aber die, die ihn damals nominiert haben, hatten die Erwartungen ja auch etwas tiefer gehängt. Sie wollten eine Person, die nicht im aktiven, politischen Tagesgeschäft ist und politisch nicht polarisiert hat. Sie wollten einen, der in der Lage ist, versöhnend und nicht spaltend zu wirken. Die hohen Erwartungen, die heute an ihn gerichtet werden, speisen sich zum Teil aus der Person Gauck, zum Teil aber auch aus der Misere der Amtsführung von Herrn Wulff. Hier besteht in der Tat die Hoffnung, dass Gauck diesem etwas abgewirtschafteten Amt wieder zu einer besseren Reputation verhilft. Diese Erwartungen kann er erfüllen.

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© SWR


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