Rettungskonzept für Trockenmauern

 Normalerweise gehts bei der Bezirksversammlung des Weinbauverbands ruhig zu. Das Thema „Erhalt des Steillagenweinbaus“ schürte jedoch Emotionen. Gefordert wird eine unbürokratische Förderung.

So rege wie in der Esslinger Kelter ging es bei den Zusammenkünften der Wengerter des Oberen Neckartals – von Neuffen bis Münster – selten zu. Natürlich war der 2011er-Jahrgang ein Thema. Weinbaupräsident Hermann Hohl und Rapp ließen die Wetterkapriolen des vergangenen Jahres nochmals Revue passieren. „Frost und Hagelschäden in noch nie gekanntem Ausmaß machten einem Großteil der Betriebe schwer zu schaffen und führten mancherorts an den Rand der Wirtschaftlichkeit“, erinnerte Hohl.

Betroffen davon waren vor allem die Winzer im Unterland sowie in Jagst- und Kochertal. Die Region Stuttgart kam bei den Maifrösten mit einem leicht blauen Auge davon. Der goldene Herbst brachte ihnen einen kleinen, doch in der Qualität hervorragenden Jahrgang ein, der hoffentlich gut verkauft werde. Denn der Pro-Kopf-Weinverbrauch in Deutschland habe nachgelassen. Immer weniger Haushalte kaufen Wein ein. Bereiten den meisten Weinerzeugern in der Neckar-Region die Vermarktung ihre Weine kaum Probleme, umso besorgter registrieren auch sie die Zukunft der Steillagen-Landschaft an den Neckarhängen. „Der Aufwand, sie in Schuss zu halten, ist groß. Deswegen sind einige Weinberge bereits aufgegeben worden“, sagt Rapp.

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