Schutz vor Verwechslungen

Wer kennt sie nicht, die Geschichten vom falschen Bein, das operiert wurde, weil der Patient auf dem OP-Tisch verwechselt worden ist. Ein solcher Fall ist der Albtraum jedes Kranken, jedes Arztes und jedes Krankenhauschefs. Alle Kliniken suchen deshalb nach Wegen, solch fatale Fehler auszuschließen. Mit dem Diakonie-Klinikum und dem Bethesda-Krankenhaus haben sich jetzt zwei Häuser in Stuttgart dazu entschlossen, den Patienten schon bei der Aufnahme Armbänder umzulegen, um die Sicherheit zu erhöhen, andere wie das städtische Klinikum und das Marienhospital denken darüber nach. „Ein Patient hat im Krankenhaus mit vielen Berufsgruppen zu tun, da ist die Verwechslungsgefahr immer gegeben“, sagt Stephan Schmidt, der Qualitätsmanager im Diakonie-Klinikum.

„Wir zwingen niemanden“

Dort bekommt seit der vergangenen Woche jeder Patient ein Armband umgelegt, vorausgesetzt, er ist einverstanden. Darauf vermerkt sind Name und Geburtsdatum sowie eine Nummer. „Wir zwingen niemanden“, erklärt Schmidt, der von der Neuerung überzeugt ist. Es gebe in jedem Krankenhaus Situationen, wo eine klare Identifikation schwierig sei. „Wir haben zusehends demente Patienten, die sich schon mal in ein falsches Bett legen.“ Kritisch seien auch die Minuten vor jeder Operation, wenn der Patient bereits ein Beruhigungsmittel genommen habe und nur noch bedingt ansprechbar sei. „Das ist aber die Situation, in der der Anästhesist noch einmal prüfen muss, ob er den richtigen Patienten vor sich hat“, so Schmidt.

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© Stuttgarter Zeitung

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