Fotogrüße aus dem Jenseits

Tote vor der Kamera: Mit simplen Tricks ließen selbsternannte Geisterfotografen seit Mitte des 19. Jahrhunderts Verstorbene auf Bildern auferstehen und zockten so Gutgläubige ab. einestages erzählt die Geschichte eines gespenstisch gut laufenden Geschäfts – und zeigt die unheimlich witzigen Bilder.

Die Aufnahme von Sir Arthur Conan Doyle hätte ein hübsches Porträtfoto werden können: Sinnierend blickt der schnauzbärtige Schriftsteller in die Ferne, aus dem Revers seines Sonntagsanzuges baumelt, etwa in Bauchnabelhöhe, ein imposanter Zwicker. Nur ein wesentliches Detail macht den würdigen Anblick zunichte: Über der linken Schulter des Sherlock-Holmes-Erfinders schwebt das Konterfei einer entrückt lächelnden, seltsamen Gestalt. Körperlos, wie von Nebelschwaden umhüllt, unwirklich.

Sir Arthur Conan Doyle zweifelte keine Sekunde lang: Bei der Erscheinung, die auf dem Foto erschienen war, konnte es sich nur um seinen Sohn Kingsley handeln. Aber wie war das möglich? Der Junge war im Ersten Weltkrieg gefallen – und zum Zeitpunkt der Aufnahme bereits seit etwa zwei Jahren tot. Doyle glaubte fest daran, dass der Fotograf es möglich gemacht hatte: Urheber der Aufnahme war der Brite William Hope, in Großbritannien bekannt als Lichtbildner, der auf seinen Bildern Verstorbene sichtbar machen konnte.

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einestages.spiegel.de

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