Im Stadtbad fließt Stuttgarter Nass

Der Trinkwasserhochbehälter auf dem Hasenberg ist der größte der Stadt. Foto: Steffen Honzera 
Der Trinkwasserhochbehälter auf dem Hasenberg ist der größte der Stadt. Foto: Steffen Honzera

Der blaue Overall könnte kleidsamer sein. Aber Frederico Busarello von den Freien Demokraten im Stuttgarter Osten trägt ihn mit Fassung, genauso wie die anderen aus der 15-köpfigen Besuchergruppe, die den Hochbehälter Hasenberg kürzlich besichtigt haben.

Die Hygienevorschriften für die beiden öffentlich zugänglichen Wasserspeicher sind streng: „Wenn etwas ins Wasser fällt, müssen wir alles ablassen und die Halle reinigen. Das ist eine Woche Arbeit und kostet 40.000 Euro.“ Mit diesem Szenario hat Thomas Zuber, Betriebsleiter bei der Energieversorgung Baden-Württemberg (EnBW), alle Gäste davon überzeugt, in die Einwegoveralls und die Überschuhe zu schlüpfen und Handtaschen oder Rucksäcke im Informationszentrum zu lassen. 25 000 Kubikmeter Trinkwasser befinden sich in den insgesamt drei Kammern des Hochbehälters.

Die Halle, die als erste besichtigt wird, ähnelt mit ihren Säulen einer Tropfsteinhöhle. Ein schmaler Steg führt hindurch und unter den Besuchern geht es viereinhalb Meter hinab bis zum Grund. Rund eine Million Kubikmeter Wasser fließen jährlich durch die insgesamt drei Hallen des 1874 erbauten Gebäudes. Gespeist wird der Hochbehälter aus dem Pfaffensee, dem Bärensee, dem Neuer See sowie dem Katzenbach und dem Steinbach. Unter den 44 Hochbehältern, die in Betrieb sind, ist er der älteste. Schon ihr Name weist darauf hin: Alle stehen auf erhabener Position, denn Wasser fließt bekanntlich bergab.

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© Stuttgarter Zeitung
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