Warum Angela Merkel weiterregieren kann

In der Euro-Abstimmung hat Angela Merkel zum ersten Mal die Kanzlermehrheit verfehlt. Ist das nun die Kanzlerdämmerung, von der die Opposition spricht? Drei Gründe, warum Merkel keineswegs wackelt.

Kanzlerinnendämmerung! Ein einprägsames Wort, das die Grünen gefunden haben. Nach der Griechenland-Abstimmung am Montagabend im Bundestag, bei der Angela Merkel zum ersten Mal überhaupt die Kanzlermehrheit verfehlte, verbreitet sich die Opposition voller Genuss über die Zerfallserscheinungen im Regierungslager. Und wirklich: Regierung und Koalition stehen ziemlich kläglich da. Aber für Merkel selbst gilt das nicht.

Erstens: Krisen sind gut für Kanzler. In der Euro-Krise hat Merkel an Statur gewonnen. Sie beschönigt nicht, sie übertreibt auch nicht. Merkels nüchterne Art, ihre öffentliche Abwägung der Risiken bei der Griechenland-Hilfe, kommen gut an. Der Vorwurf, der Merkel lange anhing – ihr fehlten die eigenen Überzeugungen, sie regiere nach Umfragen – trifft in der Euro-Krise ganz offensichtlich nicht zu. Die dümmlich-populistische Volte ihres Innenministers, der erst für und dann gegen Griechenlands Austritt aus der Eurozone plädierte, lässt Merkels Rückgrat in dieser Frage nur noch noch stärker hervortreten.

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 © 2010 Frankfurter Rundschau

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