Bürger werden zur Organspende befragt

Spenderorgane müssen innerhalb weniger Stunden den Empfänger erreichen und werden in speziellen Kühlboxen transportiert.

Spenderorgane müssen innerhalb weniger Stunden den Empfänger erreichen und werden in speziellen Kühlboxen transportiert.
Foto: dpa
 

Versicherer, Kassen und Ämter werden die Menschen regelmäßig mit dem Thema Organspende konfrontieren – und einen Ausweis unverbindlich beilegen.

SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier war es, der die Diskussion über die Organspende in Deutschland neu belebte, als er im Sommer 2010 seiner schwer kranken Frau eine Niere spendete. Mit Unterstützung seines Unionskollegen Volker Kauder (CDU) trieb er eine Reform des Transplantationsgesetzes voran, um mehr Spender zu gewinnen. Nach monatelangen Verhandlungen einigten sich nun alle Bundestagsparteien auf eine Neuregelung. Hier die wichtigsten Details.

Warum ist eine Reform nötig

In Deutschland warten derzeit rund 12.000 Menschen auf eine Organspende. 1 000 von ihnen sterben pro Jahr, weil nicht rechtzeitig ein Organ zur Verfügung steht. Die Wartezeit für eine Niere beträgt fünf bis sechs Jahre, auf ein Herz, eine Lunge oder eine Leber muss bis zu zwei Jahre gewartet werden. Nach Umfragen sind 74 Prozent der Deutschen zu einer Organ- und Gewebeentnahme nach ihrem Tod bereit. Allerdings besitzen nur 25 Prozent einen entsprechenden Spenderausweis. Und genau das ist das Problem.

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© 2010 Frankfurter Rundschau


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