Warum sich Unternehmen stärker um Beschäftige bemühen müssen

Humanisierung der Arbeit – ein altes Schlagwort aus den 1970er Jahren wird wieder aktuell. Die Kehrtwende vollziehen die Betriebe aus Eigennutz, weil sie um die knapper werdenden Fachkräfte konkurrieren. Denen muss was geboten werden.

Unternehmen sind angeblich alle unheimlich innovativ. Oft stimmt das nur, was technische Erfindungen angeht. Kunststoffe kann man inzwischen aus Holzresten herstellen. Moderne Leuchtdioden brauchen fast keinen Strom und halten eine Ewigkeit. Was soziale Innovationen und bessere Arbeitsbedingungen betrifft, leben viele Firmen aber nach wie vor hinter dem Mond. Das könnte sie bald teuer zu stehen kommen.

„Die Fürsorge für Führungskräfte beginnt meist erst, wenn es gar nicht mehr anders geht, beispielsweise nach einem radikalen Bruch“, sagt Unternehmensberater Walter Straub. Er berichtet, in einer Firma hätten innerhalb kurzer Zeit drei Mitglieder des Topmanagements ihre Arbeit unterbrechen müssen – wegen Überlastung. Die totale Erschöpfung trat ein nach Jahren voller Stress, nach 14-Stunden-Tagen und Ehescheidungen.

Erst dann reagierte das Unternehmen. Man begann, sich um ein Gesundheitsmanagement auch für die Führungsetage zu kümmern. Man kam auf die Idee, dutzende Vorhaben auf ihre Notwendigkeit hin zu überprüfen. Es zeigte sich: Ein guter Teil der Projekte war verzichtbar, wurde eingestellt oder in der Priorität herabgesetzt. „Es ist nicht ratsam, die Arbeitsbelastung ständig zu erhöhen. Manchmal muss man sie reduzieren, um effektiver zu werden“, sagt Straub, Miteigentümer der Unternehmensberatung Comteam.

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