Stuttgart sucht Preußens Nähe

Bei seinem Antrittsbesuch in Brüssel versicherte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) „Kontinuität“. Dies versucht Grün-Rot nun auf besondere Art zu beweisen. Weil die Landesvertretung in der Rue Belliard 60-62 aus allen Nähten platzt, soll das Nachbargebäude zugekauft werden.

Entsprechende Pläne hatte schon Schwarz-Gelb in der Schublade. Zur Realisierung kam es nicht mehr.

Seit Jahren versucht das Auswärtige Amt, das geschichtsträchtige Nachbargebäude an der Rue Belliard in Brüssel zu kaufen. Ab 1832 residierte dort der preußische Gesandte beim Königreich Belgien. Heute ist dort das Goethe-Institut untergebracht. Der Bau ist extrem sanierungsbedürftig. Auf zwölf Millionen Euro werden die notwendigen Investitionen in Sanierung und Umbau veranschlagt. Der eigentliche Kaufpreis liegt bei drei Millionen Euro. Zuständig ist das Stuttgarter Finanzministerium, vorangetrieben hat den Erwerb Europaminister Peter Friedrich (SPD). „Brüssel ist und wird immer wichtiger, es gibt einen echten Bedarf“, begründet er. In den 80er-Jahren eröffneten die ersten Bundesländer „Informationsbüros“ in Brüssel. Doch erst 1992, mit dem Vertrag von Maastricht, wurden sie als „Mitspieler“ anerkannt. Baden-Württemberg mischt seither kräftig mit im Europa der Regionen.

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